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Website erstellen lassen: Wie lange dauert das?

Website erstellen lassen: Wie lange dauert das?

Lukas Mauser

Eine neue Website kann schon innerhalb von wenigen Stunden oder gar Minuten online gehen. Mit den heutigen Websitebaukasten ist das absolut machbar. Eine professionelle Lösung kann dagegen mehrere Monate in Anspruch nehmen. Aber was dauert da so lange? Und warum ist der Unterschied so groß? Wir klären dich darüber auf, wofür die Zeit bei der Erstellung einer Website drauf geht, was die Entwicklungsdauer beeinflusst. Anhand von drei Beispielen zeigen wie dir, wie die Entwicklung deiner eigenen Website ablaufen kann und warum diese Zeiten in der Realität meist doch nicht eingehalten werden.

Was beeinflusst die Entwicklungsdauer?

Projektumfang

Eine wesentliche Einflussgröße auf die Entwicklungsdauer ist der Umfang einer Website. In der einfachsten Form besteht eine Website aus einer einzigen Seite. Gesetzlich notwendig sind noch eine Datenschutzerklärung und ein Impressum, denen i.d.R. ebenfalls eine eigene Seite gewidmet wird.

Eine einzige Seite bringt dich aber schnell an deine Grenzen. Es gibt ein Limit, wie viel Scrollen deinen Besuchern zugemutet werden kann, bis sie von der Seite abspringen. Doch mit jeder weiteren Seite, die hinzukommt, wächst auch der Aufwand. Planung, Design, Bilder und Texte müssen vielfach angerfertigt werden, was die Entwicklungsdauer in die Länge zieht.

Komplexität

Neben dem Umfang beeinflusst auch die Komplexität die Projektdauer maßgeblich. Eine Seite auf der nur Text steht ist schneller gemacht, als eine Seite, die komplexe Animationen beinhaltet. Alles was sich bewegt muss schließlich extra animiert werden und wo Bewegung ist sind oft auch Bugs nicht weit, die ebenfalls gefunden werden müssen.

Zur Komplexität einer Website gehört auch der Funktionsumfang und die Komplexität der einzelnen Funktionen selbst. Kontaktformulare, Bildergalerien, FAQs, Benutzerverwaltung, Pushnachrichten, Social Media Buttons, etc. etc. Features wie diese zu integrieren kostet Zeit. Je anspruchsvoller das Feature, desto größer der Entwicklungsaufwand.

Individualität

Die Designvorlagen heutiger Websitebaukasten sind mittlerweile echt gut geworden. Doch wenn der Button nicht links sondern rechts sein soll, wenn das Bild nicht in die Vorlage passt oder der Text etwas länger ist, als es von der Vorlage vorgesehen war, müssen auch diese Templates angepasst werden.

Wer seinen Inhalt nicht den Vorlagen, sondern das Design dem Inhalt anpassen will, der setzt auf eine vollständig individuelle Entwicklung. Diese ist dann natürlich aufwändiger und dauert auch länger.

Die Individualität ist allerdings nicht nur aufs Design bezogen. Mit Baukästen lassen sich auch zahlreiche Features einfach integrieren. Doch wenn diese die Bedürfnisse nicht vollständig befriedigen, ist auch hier wieder eine Individuelle Lösung gefragt.

Expertise

Wer sein Handwerk versteht, kann auch schneller mit seinem Werkzeug umgehen. Zudem häufen sich mit der Zeit Ressourcen, die auch in anderen Projekten wiederverwendet werden können.

Viel Expertise heißt aber nicht unbedingt, dass es dadurch insgesamt schneller geht. Eine professionelle Entwicklung kann z.B. auch bedeuten, dass dafür mehr Zeit in die Konzeption und Planung investiert wird.

Team

Wer sich selbst als „Full Stack“ Webentwickler bezeichnet kümmert sich um alles. Von der Planung, über das Texten und die Bildbearbeitung, bis hin zu Entwicklung und Hosting. Alle Aufgaben werden von einer Person übernommen. Und das kann auch gut gehen, viele Freelancer erledigen als Solo-Selbstständige alles und liefern dabei durchaus professionelle Ergebnisse.

Aber auch wenn man noch so gut ist, wer allein arbeitet, kann die Dinge immer nur der Reihe nach erledigen. Wer in einem Team Arbeitet, kann Prozesse parallelisieren und bereits während des Designens die Bearbeitung der Bilder in Auftrag geben. Das kann nicht nur Zeit sparen, sondern auch eine höhere Qualität zur Folge haben.

Oft sind Einzelpersonen aber trotzdem schneller. Je mehr Personen an einem Projekt beteiligt sind, desto länger die Kommunikationskette zum Kunden, desto mehr wird diskutiert, desto mehr Abhängigkeiten gibt es und somit auch mehr potentielle Möglichkeiten ausgebremst zu werden. V.a. wenn das Team nicht aus einer Firma stammt. Die Zusammenarbeit mit externen Freelancern ist zwar einfacher denn je, doch man muss unbedingt sicherstellen, dass die Freelancer auch verlässlich sind.

Kooperation mit Kunde

Ein Punkt, der hier auch nicht fehlen darf, ist die Zusammenarbeit zwischen Kunde und Entwickler/ Webdesigner. Die Dauer von Projekten wird nicht selten dadurch verzögert, dass der Informationsaustausch nur stockend abläuft. Wenn Ressourcen wie Logos, Bilder, Texte oder Zugangsdaten nicht zur Verfügung stehen, kann auch die Entwicklung nicht fortschreiten.

Außerdem kann die Dauer bis zur Veröffentlichung einer neuen Website in die Länge gezogen werden, wenn seitens des Kunden nach der Fertigstellung oder auch während des Entwicklungsprozesses noch Anpassungswünsche bestehen.

Kapazität des Entwicklers

Zu guter Letzt spielt auch noch die Auslastung des Entwicklers eine maßgebliche Rolle. Oft ist es gar nicht der eigentliche Entwicklungsprozess, der lange dauert, sondern es stehen einfach nicht die Kapazitäten für das Projekt zur Verfügung. Ein Großteil der Zeit besteht dann schlichtweg aus Wartezeit.

Der Entwicklungsprozess einer neuen Website

Der Entwicklungsprozess einer Website kann grob in die folgenden Phasen gegliedert werden:

  1. Projektplanung

  2. Konzeption

  3. Design

  4. Content

  5. Umsetzung

  6. Deployment & Test

Die Dauer der einzelnen Phasen unterscheidet sich je nach Projekt sehr stark und hängt auch maßgeblich von den vorher genannten Faktoren ab. Wir haben für dich 3 Beispiele zusammengestellt, wie die Entwicklung einer neuen Website ablaufen könnte. Die Zeiten beziehen sich dabei auf die minimale Dauer eines Projekts, bei dem alles reibungslos direkt klappt.

  1. Die Highspeedvariante: 2-10 Stunden

  2. Der Mittelweg: 7-10 Tage

  3. Premium: 2-4 Monate

Die Highspeed Variante: 2-10 Stunden

Bei einer 2 Stunden Website bleibt nicht viel Zeit für Planung übrig. Der grobe Plan für die Website muss bereits im Kopf bestehen, oder die Phase wird komplett übersprungen und es wird direkt am Baukasten darüber entschieden, wie das Design aussehen soll und welche Inhalte erscheinen sollen.

Am schnellsten wird die Seite dann mit einem DIY Baukasten wie „WIX“, „Jimdo“ und Co. erstellt. Wer in den 2 Stunden fertig werden will, hat nicht wirklich Zeit sich mit einem Design zu beschäftigen. Der Prozess beschränkt sich im Wesentlichen auf die Auswahl eines passenden Templates.

Ein Großteil der Arbeit geht dann noch für das Einpflegen der Bilder und Texte drauf, sowie Anpassungen am Layout, der Schriftart oder am Farbeschema der Vorlage. Die Baukastensysteme machen es zudem einfach, die Website zu veröffentlichen, denn sie vereinfachen auch die Erstellung des Impressums, des Datenschutzes, den Hostingablauf und man kann dort seine Domain kaufen.

Wer die Software beherrscht und seine Bilder/ Texte schon parat hat, kann eine einzelne Seite sogar unter 2 Stunden fertigstellen. Wer sich dagegen zum ersten Mal an die Erstellung seiner Website wagt und auch mehr als eine Seite möchte, kann selbst bei dieser Highspeedvariante mit mehreren Stunden oder gar ein paar Tagen rechnen.

Der Mittelweg: 7-10 Tage

In den meisten Fällen sind 2 Stunden unrealistisch. Die Zeit kann allein mit der Suche einer Domain verbracht werden. Außerdem empfiehlt es sich nicht, auf die Planung zu verzichten, oder diesen Prozess spontan erst bei der Erstellung zu erledigen. Zumindest das Ziel der Seite sollte definiert, sowie eine Sitemap und ein Plan für den Aufbau der einzelnen Seiten erstellt werden. Bei einer Internetpräsenz mit mittlerem Umfang (ca. 4-10 Seiten) dauert die Planung dann etwa 1-2 Tage.

Für ein komplett individuelles Design bleibt aber auch bei der 7 Tage Website keine Zeit. Stattdessen greift man ebenfalls auf Templates zurück, die aber mithilfe von umfangreicheren Systemen wie „Wordpress“, „Contao“, „Webflow“, „Elementor“ oder „TYPO3“ personalisiert werden können. Wer sich die Zeit nehmen möchte, kann sich darin einarbeiten, muss aber damit rechnen, dass das schonmal mehrere Monate oder gar Jahre in Anspruch nehmen kann, allein um die Software mit all Ihren Funktionen richtig anwenden zu können. Die meisten beauftragen deshalb Experten, die sich bereits mit den Systemen auskennen. Der Designprozess und Erstellungsprozess dauert dann etwa 2-4 Tage.

Weitere 1-2 Tage werden für die Texte und Bilder aufgewendet, die erstellt und auch bearbeitet werden müssen. Dabei bleibt nicht sehr viel Zeit, um individuelle Fotos zu schießen. Stattdessen muss auf Stockfotos zurückgegriffen werden, wenn eigene Bilder nicht bereits vorhanden sind.

Der Rest der Zeit wird für Datenschutzerklärung und Impressum, das Hosting und evtl. noch Funktionstests aufgewendet. Insgesamt ergibt sich dadurch ca. eine Projektdauer von 7-10 Tagen.

Premium: 2-4 Monate

Wer alles tun möchte, um seine Website zum Erfolg zu führen, überlässt nichts dem Zufall. Die Premiumvariante startet deshalb mit einer umfassenden Planung. Eine Zielgruppenrecherche, Konkurrenzanalyse, eine Marketingstrategie und ein durchgeplantes Brandingkonzept stellen sicher, dass das Ziel der Website später nicht verfehlt wird. Bis ein solides Konzept steht, können so bereits in der Planungsphase mehrere Wochen vergehen.

Auch der aufbauende Designprozess braucht seine Zeit. Ein zum Konzept passendes Farbschema, die richtigen Schriftarten und das Layout werden vorher ausgewählt. Außerdem werden Richtlinien erstellt, wie das Design konsequent angewendet werden soll, nicht nur auf der Website selbst, sondern z.B. auch in Emails oder Visitenkarten. Zum Branding gehört auch das Design eines passenden Logos. Dann wird ein fertiger Prototyp der Website erstellt und in mehrfacher Iteration zusammen mit dem Kunden verfeinert, bis dieser zufrieden ist. Vom Konzept bis zum Prototypen vergehen dabei in der Regel ebenfalls ein paar Wochen.

Wenn der Prototyp steht, oder bereits parallel dazu, geht es an die Erstellung der Inhalte. Texte müssen geschrieben, Fotos geschossen und bearbeitet, Animationen getimt und Illustrationen angefertigt werden. Auch wenn mehrere Personen beteiligt sind, die Erstellung der Inhalte nimmt mindestens noch eine Woche in Anspruch.

Im nächsten Schritt wird die Seite programmiert. Das geht vergleichsweise schnell, denn wenn das Seitenkonzept steht und die Inhalte vorbereitet sind, kann eine Website schon in ein paar Tagen fertiggestellt werden. Dennoch treten immer wieder mal Verzögerungen auf. Vor allem bei komplexen Features oder Animationen, die Programmierer vielleicht zum ersten Mal umsetzen, kann es schon eine Weile dauern, bis alle Bugs ausgemerzt sind. Realistischer ist auch für diese Phase ein Zeitraum im Wochenbereich.

Domain registrieren und Hostingprovider finden geht schnell. Für das Impressum und die Datenschutzerklärung ist bei komplexeren Websites aber gegebenenfalls ein Anwalt nötig, der alles auf Rechtssicherheit prüft.

Zudem wird abschließend nochmal alles getestet. Die Testphase kann dabei sogar den Großteil der Zeit einnehmen. Denn in erster Linie wird nicht nur geprüft, ob alles technisch funktioniert, sondern auch, ob die Website bei den Kunden die gewünschten Ergebnisse erzielt. In einem Iterativen Prozess wird die Website ggf. schrittweise an die Messergebnisse angepasst.

Wenn alles reibungslos funktioniert ergibt sich somit insgesamt eine Dauer von ca. 2-4 Monaten. Einer der Hauptgründe, warum professionelle Webseiten sogar meist noch länger dauern, ist die Beteiligung von so vielen Personen. Projektmanager, Marketer, Designer, Illustratoren, Fotografen, Werbetexter, Programmierer, Anwälte und Tester müssen schließlich alle irgendwie zusammenarbeiten.

Fazit

Die Dauer bei der Erstellung einer neuen Website variiert erheblich. Die vorgestellten Beispiele befinden sich irgendwo zwischen 2 Stunden und 4 Monaten. Diese Zeiten sind dabei noch sehr optimistisch geschätzt und setzen voraus, dass alles reibungslos funktioniert. In der Realität klappt das aber nicht immer so gut. Webentwickler sind ausgelastet, der Informationsaustausch mit dem Kunden stockt oder einbezogene Freelancer behindern den Fortschritt, indem sie Deadlines nicht einhalten. Das alles führt dazu, dass die Entwicklung dann doch zwei-, drei- oder viermal so lange dauert.

Die Möglichkeiten für eine 2 Stunden Seite sind begrenzt. Wenn die Entwicklungszeit an erster Stelle steht, kommt meist nur eine Übergangslösung in Frage. Je mehr Zeit zur Verfügung steht, desto mehr kann auch getan werden, um den Erfolg der Website sicherzustellen.

Doch damit steigt natürlich auch der Preis. Das führt sogar dazu, dass manche Webdesigner oder Agenturen, die Auslieferung der Seite künstlich verzögern, um so Ihren Preis zu rechtfertigen oder die Kosten noch weiter in die Höhe zu treiben.

Das Budget für eine Website sollte allerdings grundsätzlich vorher festgelegt werden. Wie man dabei vorgehen kann, klären wir in diesem Artikel: Budget für Website abschätzen.

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